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Australia Southwest (WA)  

Bis Sonntag, 31. Oktober 2004
von Tobias
Wir sind gut in Perth angekommen und gewoehnen uns ans neue Klima und den ertraeglichen Zeitunterschied von 6 Stunden. Die Temparatur ist im Moment noch nicht sehr hoch, aber ideal fuers angewoehnen. Perth ist eine sehr gemuetliche und saubere Stadt. Am Wochenende sind viele Laeden geschlossen, und man gekommt den Eindruck, der Ort sei ausgestorben.

Gestern waren wir in Fremantle, einem Vorort von Perth, und haben zwei Glarnerinnen getroffen, welche bereits seit einem Monat entlang der Westkueste unterwegs sind und in ein paar Tagen weiter nach Neuseeland fliegen. Bei "Kaffe und Hot Chocolate" haben sie uns wertvolle Reisetipps, Waschlappen, Palmolive und eine Anti-Insekten-Kerze mitgegeben. Am Nachmittag besuchten wir das Aquarium von Perth. Der Eintrittspreis war vollkommen ueberrissen und vom Gebotenen waren wir enttaeuscht. Dafuer war das Nachtessen im "No. 44 King Street" fantastisch. Spaeter waren wir noch im Kino und haben uns "Collateral" angeschaut. Obwohl wir sehr muede waren, sind wir nicht eingeschlafen - der Streifen war sehr spannend.

Heute haben wir einen Ausflug auf die "Rottnest Island" gemacht. Dort gibt es wunderbare Sandstraende und ein Tier mit dem Namen "Quokka" zu besichtigen, das nur auf dieser Insel lebt. Es ist etwa 30 cm gross und optisch eine Mischung zwischen einem Kaenguruh und einer Ratte. Von diesem Tier hat die "Rottnest Island" auch den Namen bekommen "Rattennest". Es war ein herrlicher Tag mit viel Sonne, aber zum Glueck ohne Sonnenbrand. Morgen nehmen wir dann unseren Camper in Empfang, mit dem wir am Anfang weiter Richtung Sueden reisen.


Montag, 1. November 2004
von Tobias
Als erstes haben wir heute gepackt und ein Taxi zur Britz-Station genommen. Dort wurde uns im Eilzugstempo unser Hi-Top übergeben. Nach anfänglicher Nervosität haben wir uns schnell ans neue Gefährt gewöhnt und haben uns Richtung Süden aufgemacht. Auf halber Strecke nach Busselton haben wir uns in einem Supermarkt mit Esswaren für unseren Mini-Haushalt eingedeckt. In Busselton haben wir den ganzen Steg abgelaufen. Er sieht wirklich so herrlich wie auf den Fotos, die wir im Internet gefunden haben, aus. Anschliessend haben wir uns auf die Suche nach einem Camping-Platz in Dunsborough gemacht und einen gefunden. Der deutsch sprechende Besitzer hat uns dann gleich noch einen Whale-Watch-Trip organisiert. Anschliessend sind wir noch kurz ins Dorf gefahren und haben noch ein Hüätli für Tanja gekauft. Zurück auf dem Camping-Platz haben wir uns Teigwaren mit Tomatensauce gemacht – hat wunderbar geschmeckt. Nach dem Nachtessen haben wir uns bereit fürs Bett gemacht und den Film Shrek 2 auf dem PowerBook angeschaut. War sehr unterhaltend. Und jetzt aber eine gute freezing night!



Dienstag, 2. November 2004
von Tanja
Obwohl es wirklich, wirklich kalt war, haben wir unsere erste Nacht im Heim auf Rädern dank doppelten Schlafsäcken und Jäckli über Pyjama gut überstanden. Ich habe bis 6.00 Uhr durchgeschlafen, als mich der Drang zum WC (durch die Kälte) und ein kleiner,kläffender Hund geweckt haben. War aber nicht weiter schlimm. Der Campingplatz war nämlich wirklich schön. Grüne Stellplätze, Fluss und Seen in der Nähe und ruhig gelegen. Da es ausser uns nicht allzuviele Touristen hatte, haben wir uns fast wie in freier Natur gefühlt. Am Morgen haben wir dann beim Zähneputzen ein junges Schweizer Paar kennengelernt, die wir dann auf unserem Whale-Watch-Trip um 10.00 Uhr wiedergetroffen haben. Gefrühstückt haben wir im Camper, da es draussen nach wie vor ziemlich frisch war. War aber sehr fein: Toast mit Peanut-Butter und Honig, Fruchtsaft, Tee/Kaffe ... fast wie im Restaurant oder wie Zuhause. Das war wirklich gemütlich und wir haben angefangen uns mit unserem neuen Heim für die nächsten zwei Monate anzufreunden. Um 9.30 Uhr haben wir uns dann zu unserem Trip aufgemacht. Auch dort war es ziemlich kalt und wir konnten die Wale (dreimal Mutter mit Babys) leider nur von weitem sehen und meist sind sie dann auch kurz darauf wieder abgetaucht. Kein Vergleich zu unserem Whale-Watch-Trip in Hervey Bay an der Ostküste vor 2 Jahren. War aber nicht so schlimm; wir haben den Ausflug trotzdem genossen. Später sind wir dann zum Cape Naturaliste gefahren und haben dort die Bunker Bay und den Leuchtturm besichtigt. Dort haben wir dann auch unsere erste (wildlebende), australische Schlange angetroffen – und zwar an einem Spazierweg am Cape Naturaliste. Ein anderer Tourist hat mich darauf hingewiesen und fortan habe ich wieder meinen Schlangen-Verschreck-Stampf-Tritt angefangen. Keine weiteren Sichtungen sind (glücklicherweise) bis jetzt zu melden. Nach dem Ausflug zum Cape sind wir dann Richtung Margret River gefahren, wo wir bei der Touristen-Information einen Trip durch die Weinanbaugebiete hier in der Gegend gebucht haben und uns einen Caravan-Park empfehlen lassen auf welchem wir nun die kommenden zwei Nächte verbringen werden (Margret River Caravan Park).


Mittwoch, 3. November 2004
von Tobias
Nach einer wunderbar warmen Nacht im zusammengeflickten Schlafsack sind wir heute nach dem Frühstück zu den Mammoth Caves aufgebrochen. Nach 20 Minuten Fahrt sind wir dort als erste angekommen. Ein etwas mürrischer Parkwart kassierte das Eintrittsgeld ein und händigte uns je ein Kopfhörer aus. Der eine der beiden funktionierte jedoch nicht richtig. Als wir dies bemerkten brachten wir das fehlerhafte Gerät zurück. Der immer noch mürrische Parkwart drückte ein bisschen auf den Tasten herum und meinte dann, dass das Gerät offensichtlich schon funktioniere. Also machten wir uns auf den Weg ins Cave. Dieses war sehr imposant. Unterwegs fanden wir auch heraus, wie das defekte Gerät funktionierte – man musste ziemlich fest auf die Tasten drücken. Dies teilten wir dem Parkwart beim Ausgang mit. Dieser murrte jedoch nur unverständlich vor sich hin. Anschliessend fuhren wir zurück zu unserem Caraven-Park, wo uns um 11.15 Uhr der Bus für die Wine-Tour abholte, die wir gestern noch gebucht hatten. Es war ein toller Nachmittag. Unsere Gruppe hatte etwa 20 Personen und ein Baby von einem Paar, das auf Hochzeitsreise war. Dieses degustierte jedoch nicht mit. Neben vier Weinkellereien besuchten wir noch eine Schokoladen- und eine Käse-Fabrik, wobei die letzten beiden eigentlich eher Verkaufsläden mit Probiermöglichkeit waren. Der Trip hat sich aber trotzdem gelohnt. Neben köstlichen Weinen bekamen wir ein einfaches, aber wunderbares Essen aufgetischt. Nach dem Trip gingen wir noch kurz ins Städtchen um uns ein Internet-Cafe zu suchen, fanden jedoch keines. Nach einem kleinen Einkauf im Supermarkt machten wir uns auf zurück zu unserem Camper, der den ganzen Nachmittag geduldig auf dem Caravan-Park auf uns gewartet hat.


Donnerstag, 4. November 2004
von Tobias
Zum Frühstück wurden wir heute von einer finnischen Familie mit Informationen eingedeckt. Unser Caravan-Nachbar gab uns einige Tipps über den Nordwesten von Australien – sehr freundlich. Nach dem Frühstück brachen wir in Richtung Cape Leeuwin auf, wo ein Leuchtturm und das Aufeinandertreffen des Indischen und des Südlichen Ozeans zu bestaunen waren. Weiter führte uns der Weg über Nannup, wo wir einen kleinen Snack zu uns nahmen, nach Pemberton (beides sogenannte Timber-Towns = Holzfällerstädtchen). Bei Pemberton besuchten wir den Gloucester Tree, den man besteigen konnte. Die Plattform befindet sich in 61 Metern Höhe. Uns fehlte jedoch der Mut, denn das ganze wäre eine kleine Kletteraktion gewesen. Der Gloucester Tree sowie auch andere Bäume dieser Gegend wurden als Feuer-Wachtürme benutzt, um Waldbrände ausfindig zu machen und deren Richtung zu beobachten. Der Gloucester Tree bzw. dessen Plattform ist eine der höchsten Aussichtspunkte dieser Art. Dort gab es auch eine ganze Horde Papageien, die ziemlich zutraulich waren (sie waren auf Futter aus). Anschliessend fuhren wir nach Walpole in den Coal Mine Beach Caravan Park, wo wir am Strand noch etwas lasen und zum ersten Mal eine Wäsche-Session einlegten. Zum Nachtessen gab es Spaghetti mit Tomaten-Gurken-Salat (alles in unserer Mini-Küche zubereitet).


Freitag, 5. November 2004
von Tanja
Am Morgen standen wir wie immer zeitlich auf, um uns auf den Weg ins «Valley of the Giants» zu machen. In diesem wunderschönen Waldgebiet befindet sich der «Tree-Top-Walk». Dort kann man in bis zu 40 m Höhe auf Hängebrücken (so ähnlich) auf einem 600 m langen Spaziergang den Wald aus der Vogelperspektive betrachten. Das war wirklich eindrücklich und trotz der Höhe und der schwankenden Unterlage ein einmaliges Erlebnis, das wir genossen haben. Sogar ich habe erstaunlicherweise kaum Höhenangst verspürt. Nach der Wanderung in luftiger Höhe haben wir uns dann auf den Weg nach Albany gemacht. Dies ist eines der grösseren Städtchen an der Küste und wirklich hübsch. Dort haben wir ein paar Stunden verbracht, haben eingekauft, den Kühlschrank wieder aufgefüllt und wir waren auch in einem Internetcafé um die neusten News abzurufen und unser Homepage zu aktualisieren (was sich wegen der lausigen Verbindungen und uralten Computer in den Cafés hier teilweise ziemlich schwierig gestaltet). Ab dort gings dann weiter Richtung Osten, wo wir uns nach ca. 300 km ostwärts und einem 50-km-Abstecher in den Süden wieder an der Küste auf einem Caravan-Park befinden. Unser nächstes Etappenziel ist dann der «Wave Rock», der sich ca. 300 km nördlich von hier befindet. Mehr davon dann wenn wir dort waren. (Von unserer 300-km-Fahrt, die wir erst nachmittags angetreten waren, zeigte sich der Caravan-Besitzer gar nicht beeindruckt und meinte Albany sei doch gerade mal die Strasse runter... Hier lernt man wirklich ein anderes Gefühl für Distanzen zu bekommen, und das obwohl wir jetzt noch im eher dicht besiedelten Südwesten sind.)


Samstag, 6. November 2004
von Tanja
Unseren Caravan-Park direkt am Strand haben wir auch heute ziemlich früh wieder verlassen, um uns zum «Wave Rock» aufzumachen, der von den Reiseführern als «interessant, aber die lange Fahrt nicht wert» beschrieben wird. Die Fahrt dahin ist zwar wirklich lang und eigentlich ein riesiger Umweg, den man in Kauf nehmen muss, da rundherum nicht viel Sehenswertes zu finden ist, aber wir finden es hat sich wirklich gelohnt.

Die eindrückliche Form des Felsen entstand durch jahrtausendelange Wind- und Wassererosion. Dabei wurde die Basis des Felsens abgetragen, und ein Überhang, der einer sich überschlagenden Welle gleicht, blieb übrig. Der imposante Granitfelsen ist etwa 110 m lang und 15 m hoch und in verschieden farbigen Längsstreifen eingefärbt (von Beige in diversen Schattierungen über rötliche Töne bis Dunkelgrau), welche ebenfalls durch natürliche Einflüsse entstanden sind. Wir verbrachten einige Zeit auf und um den «Wave Rock» herum und fuhren dann weiter Richtung Nordwesten, wieder der Küste und Perth entgegen, wo wir unseren Kurztrip durch den Südwesten begonnen hatten.

Wir sind jetzt in York, dem ältesten Inland-Städtchen Westaustraliens etwas ausserhalb von Perth. Ein wirklich charmantes Städtchen mit Häusern im Kolonialstil. Morgen fahren wir dann weiter Richtung Nordwesten wo wir im Fischerdorf Cervantes im Namburg Nationalpark übernachten wollen, wo die bekannten Pinnacles zu besichtigen sind. Für mich eines der Highlights der Westküste und ich freue mich schon sehr darauf. Mehr zu den Pinnacles und unserem Besuch dort folgt in Kürze. Von Hopetoun bis York haben wir heute etwas über 500 km hinter uns gebracht.


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Mittwoch, 15. Juni 2022